Damit die Integration gelingen kann



Was gilt es bei der Betreuung von Flüchtlingen zu berücksichtigen, wie kann das interkulturelle Miteinander erfolgreich gestaltet werden? Informationen dazu gab es im Pfarrheim St. Pantaleon vom Psychiater Dr. Thomas Dirksen.

„Kulturen sind nicht gleichgültig, sondern gleich gültig“, meinte Dr. Thomas Dirksen am Dienstagabend vor der Flüchtlingshilfe Roxel. Die hatte in den Kindergärten und Schulen die Werbetrommel für die Vortragsveranstaltung gerührt, die zum Schluss zur Diskussion wurde: Was können die Roxeler konkret für Flüchtlinge tun? Diese Frage wurde in der Runde laut.

Im Obergeschoss des St.-Pantaleon-Pfarrheims trafen sich die Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe und die Gäste, um sich dem Begriff der „interkulturellen Kompetenz“ zu nähern. Dirksen, der als Kinder- und Jugendpsychiater für die Hilfsorganisation „Arche Med“ regelmäßig in Eritrea ist, ging von einem verständnisorientierten Ansatz aus, einer Begegnung auf Augenhöhe. Die nicht immer ohne persönliche Enttäuschung vonstatten ginge: „Man muss sich seiner eigenen Begrenztheit bewusst sein, sonst wird man mutlos.“ Individuelles Engagement sei vonnöten: „Ganz viel Zeit, ganz viel Begegnung“, sei erforderlich, damit Empathie und Kommunikation möglich seien.

Die Roxeler diskutierten über Dirksens Ausführungen: „Was können wir in der Praxis tun?“, fragte Paul Ottmann, der sich ehrenamtlich um eine syrische Familie kümmert. „Vorleben, mitnehmen, zeigen“, meinte Dirksen: „Das ist das A und O, damit Integration gelingen kann.“

Die nächste Gelegenheit, mit Flüchtlingen in Kontakt zu kommen, so die Flüchtlingshilfe, sei das Internationale Café, dass regelmäßig stattfindet, in den Räumen der Tagesklinik an der Schelmenstiege.