Solidarisches Engagement vs. rassistische Stimmungsmache

Hallo zusammen,
hier eine kleine Zusammenfassung der Veranstaltung vom 20.05.2017

 
"Solidarisches Engagement vs. rassistische Stimmungsmache" -
Mein Engagement für geflüchtete Menschen trotz zunehmendem Rechtspopulismus


zu der uns Benedikt Kern (Bündnis gegen Abschiebung) eingeladen hatte.

Zu Beginn gab es einen Vortrag bzw. einen Einblick in die Gesetze für Asylsuchende in Deutschland seit ca. 1980, die sich ständig verändern und verschärft werden. Volker Maria Hügel von der GGUA brachte diese Thematik zwar sehr locker vor, jedoch war schnell klar, wie es Menschen, die ihre Heimat aus existentiellen Gründen wegen Kriegen oder Verfolgung mit den Jahren immer schwerer gemacht wird, hier in Deutschland Fuß zu fassen, bzw. ein neues Leben in Sicherheit für sich und den Familien anzufangen.

Ein zweiter Beitrag von Anna-Lena Herkenhoff (Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie, mobim) ging der Frage nach, wie sich die gesellschaftliche Diskussion verändert hat. In der Willkommenskultur für Geflüchtete hat eine starke Wendung stattgefunden, so dass auch immer öfter rechtspopulistische Kommentare zu hören sind.
Wie können auch wir, die in der Arbeit mit Geflüchteten tätig sind, lauter werden? Wie können wir uns dem widersetzen? Das und noch einige andere Punkte wurden anschließend in zwei Gruppen erarbeitet.

Allen war klar, dass eine gute Vernetzung von ehrenamtlichen Institutionen, aber von hauptamtlichen Netzwerken in Münster wichtig ist. Ebenso hat die Öffentlichkeitsarbeit einen hohen Stellenwert und es ist wichtig, über die vielen tollen Sachen, die in Münster mit Geflüchteten laufen, zu berichten. Denn meistens haben Negativschlagzeilen einen größeren Bekanntheitsgrad und das muss sich ändern.

Nach einigen Stunden gemeinsamen „Arbeitens“ ging man mit dem Ziel auseinander, dass in kurzer Zeit ein Treffen stattfinden soll, bei dem über eine gemeinsame Öffentlichkeitsstrategie aller Institutionen in Münster gesprochen wird. Man bleibt im Kontakt!
Es war sehr eine bereichernde Gesprächsrunde.

Britta Drude